WRO Regionalwettbewerb in Ingelheim
Der letzte Donnerstag vor den Pfingstferien verlief anders als normal - statt der normalen AG ging es für uns schon kurz nach der Schule zur Bahn. Wir fuhren mit insgesamt 15 Jugendlichen und 2 Betreuern nach Leimen. Dort ist das Zementwerk von Heidelberg Materials stationiert, welches uns netterweise zu einer Führung eingeladen hat. Direkt nach der Ankunft wurden wir freundlich begrüßt und mit Warnwesten, sowie Schutzbrillen und Helmen ausgestattet. Wir trafen uns nach einem kurzen Briefing in einem Besprechungsraum, und uns wurde die Firma in einem kurzen Vortrag präsentiert. Dieser begann ganz am Anfang mit der Frage “Was ist Zement?”, und ging über die Unternehmensgeschichte bis zum Thema, warum wir überhaut vor Ort waren.

Man mag denken, eigentlich hat eine Robotik-AG nichts in einem über 100 Jahre alten Werk verloren. Doch es gibt auch für uns spannende Systeme vor Ort: Um mit der Modernisierung mitzuhalten und Mitarbeiter einzusparen wurden zwei große Systeme in Leimen installiert. Das eine ist eine automatische Drohne von DJI, welche das Werksgelände nachts abfliegt und einen Sicherheitsdienst ersetzt. Diese erlaubt es Heidelberg Materials, nachts mit nur 2 Mitarbeitern im Zementwerk zu arbeiten. Das zweite System ist der Roboterhund Spot, von BostonDynamics. Dieser ist in der Produktion ein festes Mitglied geworden und kann Fehler schneller finden als jeder Mensch. Dafür wurde er mit vielen Sensoren ausgestattet. Mit dieser Technik hat es der Betrieb geschafft, von 120 auf nur 35 Mitarbeiter-Stellen abzubauen.
Doch nach genug Theorie gab es nun die Praxis. Wir setzten unsere Helme auf und gingen über das Werksgelände in Richtung der Zementmühle, bei welcher der Roboterhund stationiert ist. Auf dem Weg durften wir einen Flug der Sicherheitsdrohne verfolgen, welche extra für uns flog. Nebenbei bekamen wir mit, wie das Werksleben abläuft. An den Seiten lagen Berge von Materialien, und Bagger schafften diese umher. Danach waren wir angekommen in der Halle in welcher Spot sein Zuhause hat. Aufgrund des Lärms, welchen die Zementmühlen verursachen, da sie viele 60-120 Tonnen schwere Kugeln auf das Gestein fallen lassen, bekamen wir einen Gehörschutz. Mit diesem im Ohr durften wir einen Beobachtungsweg des Hundes verfolgen. Anschließend lief dieser vollautomatische Roboter mit uns auf den Vorplatz der Halle, auf welchem man sich verstehen konnte. Dort wurde er in den manuellen Modus geschalten, und jeder durfte ihn einmal kurz steuern. Dies verläuft fast wie in einem Videospiel. Auf dem Tablet sieht man das Kamerabild des Roboters und man hat zwei kleine Joysticks um ihn zu steuern. Jedoch ist Spot mit ca. 250.000€, welche er kostet, etwas teurer als das normale Spiel. Anschließend ging es zurück in den Besprechungsraum, welchen wir nach einer kurzen Abschlussbesprechung verließen und uns mit der Bahn auf den Rückweg machten. Ganz untypisch für Bahnen in Deutschland waren wir nach dem Ausflug sogar pünktlich zurück in Heidelberg.
Nochmal ein großes Dankeschön an Heidelberg Materials und vor allem an das Zementwerk Leimen, dass sie uns diese spannenden Einblicke ermöglicht haben!
